Einleitung und Grundmotivation des Internets (3/3)
Der Durchbruch:
Eine weitere bahnbrechende Idee war das "packet switching" von Paul Baran. Dabei wird die zu übertragende Nachricht in viele kleine Pakete aufgespalten, wodurch das Datenaufkommen im Netz besser verteilt werden kann. So wird immer der günstigste Weg für das Datenpäckchen gesucht. Sollte ein Packet verloren gehen, wird nur dieses wieder versendet, was auch wieder Ressourcen einspart. Auf dem Zielrechner wird dann die Nachricht wieder richtig zusammengesetzt.
|
Erste Netze 1969 wurde diese Technik letztendlich dazu verwendet, die über das Land verstreuten ARPA-Computerzentren miteinander zu vernetzen. Am Ende des Jahres waren die ersten vier Knoten miteinander verbunden.
Im Oktober versuchte man das erste Datenpaket von UCLA nach SRI zu senden. Dabei gab es den ersten totalen Systemabsturz, als man den Buchstaben G im Wort LOGIN eingeben wollte. 1970 kamen auch Harvard und das MIT hinzu. Mitte 1971 waren bereits mehr als dreißig verschiedene Computerzentren in das Netz eingebunden. Die ersten Programme Die ersten Programme für das neue Netzwerk waren ein Programm namens "Telecommunications Network" (→ Glossar) zur Fernsteuerung fremder Rechner und ein Programm namens "File Transfer Protocol" (→ Kapitel) für den Austausch von Dateien mit anderen Rechnern. In der Anfangszeit wurde das ARPANET allerdings bei weitem nicht so intensiv genutzt, wie man es sich vorgestellt hatte. Das änderte sich aber schlagartig mit der Erfindung der e-Mail. |
|